Selbsthilfe         was ist das?

Warum Selbsthilfe?


Obwohl Selbsthilfe weit verbreitet ist, wird sie in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen oder gar verdrängt in den eigenen Gedanken. Viele Betroffene können sich nicht vorstellen, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Jemand könnte mich ja kennen oder sehen. Ich kenne dort niemanden oder schäme mich gar.
Selbsthilfe, ist jedoch ganz einfach das, was der Name ausdrückt:                     SelbstHilfe.                                                                                  Die eigenen Probleme ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Anstatt nur passiv behandelt zu werden, wirkt die Selbsthilfegruppe aktiv an der Besserung unseres Befindens, sprich unserer Abstinenz mit.

Was gibt sie mir?


Ich kann mir sagen, ich schaffe es allein, ich brauche keine Gruppe, ich versuche es erst einmal so aber neben dem praktischen Wissen steht vor allem das Verständnis für einander im Vordergrund. Das Umfeld eines Betroffenen kann oft nur selten nachvollziehen, wie es in einem Suchterkrankten aussieht, welche Abgründe sich in uns auftun oder welche Ängste wir erleben können. Ähnlich fühlen sich Angehörige oft vom Betroffenen nicht verstanden und von ihrer Umwelt alleingelassen. Mit wem kann man seine Probleme teilen? Wo findet man dieses Verstehen?
Ohne sich vorher groß erklären oder gar rechtfertigen zu müssen, können wir in der  Selbsthilfegruppe über Dinge sprechen, die uns beschäftigen oder belasten. Durch unsere ähnlichen Erlebnisse können wir nachvollziehen, wie es sich anfühlt.

Alleine muss nicht sein


Dieses Gefühl kennen wir alle, die in irgendwelchen Süchten eingesperrt waren oder es innerlich noch sind.
Der Weg hinaus ist schwer  und wer möchte sich schon wieder so fühlen wie das eingesperrte Männchen, dass körperlich als auch psychisch total am Ende ist?  Es spielt überhaupt keine Rolle ob es deine erste Entgiftung, oder Therapie gewesen ist oder den wievielten Anlauf du gerade unternimmst, um den Kreislauf zu durchbrechen. Denn jeder kann es schaffen und eine Selbsthilfegruppe macht es etwas leichter. Dabei spielt es keine Rolle für welche Gruppe man sich entscheidet.

Wichtig ist, dass du dich gut und wohl fühlst und nicht direkt aufgibst wenn eine Gruppe nicht sofort zu dir passt.

Daher mache es dir nicht so schwer und begib dich nicht alleine auf den Weg – denn du bist nicht allein. In allen Gruppen sitzen Gleichgesinnte, die dich verstehen, denn alle standen dort wo du jetzt noch stehst am Anfang deiner Abstinenz.
Den Weg muss niemand alleine gehen.